Diakonie Stadtmission Zwickau e. V.
Brücke zum Leben

Diktaturfolgenberatung

Auch Jahre nach dem Mauerfall leiden noch immer ehemalige DDR-Bürger unter den Folgen der Diktatur: Unsere Beratungsstelle hilft, das Erlebte aufzuarbeiten.

Viele Opfer von Systemunrecht während der SED-Diktatur benötigen professionelle Hilfe. - auch wenn das auslösende Ereignis oder der Verfolgungszeitraum Jahrzehnte zurückliegen. Die Erfahrung von zu Unrecht erlittener Haft, beruflicher Beeinträchtigung, Bespitzelung oder Zersetzungsmaßnahmen des DDR-Staatssicherheitsdienstes hat die Lebensqualität der Betroffenen vielfach nachhaltig beeinträchtigt. Diese Traumatisierungen können zu seelischen und körperlichen Störungen und Erkrankungen führen.

Die bewusste Auseinandersetzung mit der belastenden Vergangenheit im beratenden Gespräch kann die lähmenden Erinnerungen befreien und die erstarrten Gefühle lösen.

Die Beratung will die vielfältigen Formen des Unrechts, die seelischen Verletzungen und gestörten Beziehungen verstehen und heilend zu verändern suchen.
In geschützter Umgebung können Angst und Verletzung, aber auch eigene Schuld bearbeitet werden. Dadurch kann der Weg zur Inanspruchnahme weiterer Hilfen sowie zur Rehabilitatierung geöffnet werden.

Die Beraterinnen und Berater haben sich zusätzlich zu ihrer Grundqualifikation in einer speziellen Weiterbildung auf diese Tätigkeit vorbereitet. Sie werden durch regelmäßige Supervision und durch weitere Fortbildung begleitet.

Angeboten wird die Beratung auch für:

Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erlitten haben

Verschleppte, Vertriebene und Internierte

Hinterbliebene von Opfern

Mittäter durch den DDR-Staatssicherheitsdienst (Angeworbene und Überzeugungstäter)

Angehörige bzw. Kinder von Funktionsträgern

Die Beratung ist kostenlos.

Mehr Informationen im Internet: www.diktatur-folgen-beratung.de


 

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