19.09.2017

19 | Erstes Brot aus Lehmbackofen zum HERBSTBAUMELN im Historischen Dorf Zwickau

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23. September 2017 | ab 13:30 Uhr Vorprogramm für Unterstützer | offizieller Start: 14 Uhr

Zwickau. Wer ins Historische Dorf Zwickau kommt, der darf sich sicher sein – er kann was erleben! Und auch zum diesjährigen Saisonabschluss „Herbstbaumeln“ wird das nicht anders sein.

Feuer knistert, die Laute klingt, ein Duft von frischen Speisen liegt in der Luft.

Treu dem Motto: ernten. danken. feiern. wollen die inzwischen vielen Menschen von jung bis alt das Erreichte zeigen und miteinander feiern. Der Dank an die großzügigen Förderer darf dabei auch nicht fehlen. Und weil das Herbstbaumeln ein Mitmachfest ist, wird das Highlight zum Start in diesem Jahr auch den Unterstützern die Möglichkeit geben, Hand anzulegen. Denn der über viele Wochen in zahlreichen Projekttagen von Kindern miterbaute Lehmbackofen soll eingeweiht werden. Mit dabei: OB Frau Findeiß, Alt-OB Rainer Eichhorn.

Unterstützer backen Brot
Der Geschäftsführer der IndiKar Individual Karosseriebau GmbH, Ronald Gerschewski, hat das Lehmbackofen-Projekt über die Damm-Rumpf-Hering Stiftung Kinderhilfe finanziert. Schon allein bis hierher hat es sich aus Sicht der Initiatoren des Dorfes gelohnt. Anja Bausch, Koordinatorin des Historischen Dorfes Zwickau dazu: „Was Kinder wie auch Erwachsene beim Bau des Lehmbackofens alles lernen konnten, weckt Begeisterung. Mit zum Teil historisch bedeutsamen Bruchsteinen einen Bogen des Sockels mauern, sich mit Bauformen, Materialien und Techniken praktisch auseinander zu setzen, mit Lehm zu bauen, mit Schamotte die Backfläche zu legen, eine Kuppel aufzusetzen, Lehmputz aufzubringen und am Ende zu sehen, dass es funktioniert, das lässt manche Strapaze auf dem Weg vergessen. Und das gehört dazu – die Mühe, die man hat – und am Ende steht für Jahre ein Unikat, etwas Einzigartiges.“


In ebendiesem Ofen soll nun das erste Brot zum Herbstbaumeln gebacken werden. Jörg Banitz, Sozialarbeiter und Lehmbackofenbauer (Gemeinsam Ziele erreichen e.V.) hat das Bau-Projekt geleitet und ist nebenbei auch mit Kochen und Backen vertraut: „Wir werden einen klassischen Natursauerteig verwenden, den wir nach alter Handwerkskunst hergestellt haben. In einer Gärform wird der Teig noch einmal ruhen. Eingeschoben wird der Brotlaib mit einem alten Brotschieber, wie ihn die Bäcker vor 100 Jahren schon verwendet haben. Auf diesen Moment freue ich mich schon besonders.“ Unterstützung erhalten erhält die Aktion durch KnowHow, Zutaten und Werkzeug von der Bäckerei Kuhnert in Zwickau.


Einschieben darf das Brot ein Vertreter des Stifters
Alt-Oberbürgermeister Rainer Eichhorn wird als Stiftungsratsvorsitzender der Damm-Rumpf-Hering Stiftung Kinderhilfe Herrn Ronald Gerschewski, (welcher der eigentliche Spender ist) vertreten und den Laib gegen 14 Uhr in den Ofen bringen und einen Gruß übermitteln. Die Kinder, die den Ofen mitgebaut haben, werden ihm dabei helfen.

Rund eine Stunde später holen die Kinder dann das duftende Brot aus dem Ofen und geben es in Häppchen an die Gäste zum Probieren.

In diesen Häppchen wird man dann buchstäblich das Bäcker-Handwerk schmecken – und sich von Herzen auch über das der Ofenbauer freuen. Die fleißigen Erbauer werden es mit besonderer Verbundenheit genießen. Das ist es, was das Historische Dorf ausmacht.


Serviert wird das Brot – und darauf sind wir ebenfalls stolz – mit frischer Butter aus dem Butterfass. Wir werden diese parallel zum Ausbacken vor Ort stampfen!
Während der ganzen Veranstaltung wird dann im Ofen weiter Leckeres gebacken und zum Verzehr angeboten.


Lehmbau hat die Dorfleute im Jahr 2017 besonders beschäftigt – Lehm bzw. Ton findet sich auch in weiteren Mitmachangeboten des Herbstbaumelns wieder
Mitmachen und dabei beherzt die Hände einsetzen, das kann man beim Tonpuppen selbstherstellen (Kruseler-Puppen

) im Workshop von Birgit Bodrich. Die studierte Gestalterin aus Zwickau wird mit den Kindern Spielzeug nach alten Vorbildern selbst herstellen und dazu das Naturmaterial Ton verwenden.

Was Birgit Bodrich daran fasziniert, beschreibt sie so: „Kinder lassen sich schnell begeistern selbst Spielzeug herzustellen. Nehme ich ein Stück Ton in die Hand, schließe sie zur Faust und öffne sie wieder, habe ich im Grunde schon etwas wie eine Figur. Figuren lösen im Mensch immer etwas aus – gerade auch die archaischen Formen – ob menschliche, tierische oder gegenständliche Darstellung spielt da gar nicht so eine große Rolle. Es entsteht ein Gegenüber. Ton ist hier sehr gefällig, kann problemlos und sicher selbst bearbeitet werden. Am Ende steht etwas, was mit mir zu tun hat und was ich selbst durchlebt habe – ich bin verbunden damit.“

Kinder und andere Interessierte können beim Workshop einfach mitmachen.

Ablauf ab 13:30 Uhr

13.30 Uhr

Begrüßung | Fr. Bausch

Ca. 13.40 Uhr   

Grußwort | OB Findeiß

Ca. 13.45 Uhr  

Grußworte  und Dank der Dorfgemeinschaft | Fr. Floßmann, Hr. Zenner

Ca. 13.50 Uhr  

Kurze Aussicht wie es weiter geht mit den Arbeiten und dem Dorf | Fr. Bausch

Ca. 14.00 Uhr  

Einweihung des Lehmbackofens | Hr. Banitz, Grußworte | Hr. Alt-OB Eichhorn, Foto mit Unterstützern/ Stiftungsvertretern

anschl.

Eröffnungsandacht zum Fest | Hr. Pfarrer Eichhorn

Kind bläst Rufhorn als Signal | Reigentanz

Danach starten die Workshops und Stände:

  • Bogenschießen
  • Papier schöpfen
  • Baumstamm werfen
  • Lehmbau
  • Ponyreiten
  • Schmieden
  • Leckereien backen im neuen Lehmbackofen
  • Musik und Theater – LIVE

weitere reizvolle Angebote siehe Programmübersicht (mit Heerlager mit Schauvorführungen, Drechseln, Weben, Steinmetzkunst u.v.m.)

Die vollständige attraktive Programmübersicht ist hier abrufbar.


Koordinatorin Anja Bausch: „Wenn das Wetter jetzt noch passt, wer soll uns dann noch die Butter vom Brot nehmen? J“

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Bausch unter Mobil: 0173-5180316 gern zur Verfügung.

http://www.stadtmission-zwickau.de/medienmitteilungen_19_erstes_brot_aus_lehmbackofen_zum_herbstbaumeln_im_historischen_dorf_zwickau_de.html