Projektauftakt "Stark ohne Drogen"

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Elfried Ralf Börner
Abteilungsleiter Sozialdiakonische Kinder- und Jugendarbeit

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Trouble in the City – Stark ohne Drogen

Modellprojekt soll Angebote und Vernetzung in der Suchtprävention stärken

Am 23. Juni startete das 2-jährige Modellprojekt „Trouble in the City – Stark ohne Drogen“ mit einer Auftaktveranstaltung im Zwickauer Rathaus. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Rotary Clubs Zwickau-Glauchau-Lichtenstein, der Stadtmission Zwickau, dem Landkreis und der Stadtverwaltung Zwickau.

Zum Projektstart eingeladen waren vor allem Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit und -beratung, um diese als Multiplikator*innen und Akteure für ein breites Netzwerk in der Suchtprävention zu gewinnen.

Veränderter Suchtmittel-Konsum, neue Abhängigkeitsstrukturen, fehlende Präventionsangebote in Corona-Zeiten - für junge Menschen haben sich Alltagsbezüge und Lebenswelten in den vergangenen anderthalb Jahren drastisch verändert. Was braucht es in diesen gewandelten Zeiten, welche Herausforderungen sind zu bewältigen und mit welchen Aktionen in der Suchtprävention werden heute junge Menschen erreicht? Darauf will das Modellprojekt „Trouble in the City- Stark ohne Drogen“ eine Antwort geben und ein auf die Situation angepasstes Präventionsprogramm bieten.

Suchtverhalten ist oft eine Reaktion auf ganz unterschiedliche Faktoren. Neben der genetischen Veranlagung sind es vor allem psychologische und soziale Einflüsse, die eine Person in die Sucht abrutschen lassen. Auch Angst, Stress, ein schwaches Selbstbewusstsein oder seelische Traumata spielen eine Rolle ... und der Irrglaube, Drogen lösten diese Probleme. In Wahrheit bieten sie aber nur kurzfristig Entlastung und bergen vielmehr die Gefahr der psychischen oder physischen Abhängigkeit.

Sucht und deren Folgeschäden haben Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und sind weit verbreitet. Laut Bundesgesundheitsministerium verursachen Drogen und Suchtmittel in Deutschland erhebliche gesundheitliche, soziale und volkswirtschaftliche Probleme: rund 600.000 Menschen weisen einen problematischen Konsum von Cannabis und anderen illegalen Drogen auf (Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de)

Auch in Zwickau ist die Rauschgiftkriminalität in den vergangenen Jahren angestiegen, was nicht nur mit verstärkten Kontrollen durch die Polizei zusammenhängt. Damit den betroffenen Menschen effektiv geholfen werden kann, bedarf es einer guten Koordinierung und Abstimmung, in die alle gesellschaftlichen Kräfte einzubinden sind. In der Suchtprävention von Stadt und Landkreis Zwickau arbeiten bereits viele ganz unterschiedliche Akteure. Diese Strukturen weiter zu stärken und zu vernetzen ist Aufgabe und Herzensangelegenheit der Initiatoren des Projektes.

Vorgesehen ist, auf persönliche Umstände von Jugendlichen und deren Umfeld einzugehen und dem Missbrauch illegaler Drogen entgegenzuwirken.

Erste Materialien für verschiedene Präventions- und Informationsaktionen wurden bereits geordert, u. a. für Angebote in Kleingruppen an Schulen und in Jugendeinrichtungen im Landkreis. In den Sommermonaten soll auch ein Kleinbus an Brennpunkten in der Stadt und dem Landkreis Zwickau zum Einsatz kommen. Außerdem werden verschiedene Mitmach-Aktionen angeboten, wie beispielsweise ein Surfsimulator, die zum Nachdenken anregen und zu Gesprächen animieren. Auch für Eltern wird es im Rahmen des Projektes Angebote geben.

Ziel des Projektes ist, nicht nur allgemein über Drogen aufzuklären, sondern individuelle Erfahrungen Jugendlicher zu sammeln, Ursachen für den Drogenkonsum herauszufinden, gezielte Hilfsangebote zu unterbreiten und Chancen für positive Veränderungen zu bieten.

Die Mittel für das Modellprojekt „Trouble in the City – Stark ohne Drogen“ stellt Rotary Zwickau-Glauchau-Lichtenstein zur Verfügung. Federführend umgesetzt wird es über die Streetworker der Stadtmission Zwickau gemeinsam mit zahlreichen Partnern. Die Stabsstelle Kommunale Prävention unterstützt bei der Koordinierung und steht als Ansprechpartnerin für die Planung von Aktionen zur Verfügung. Alle Aktionen und Erfahrungen während der Projektphase werden gesammelt und in einem Projektbuch für zukünftige Präventionsarbeit zusammengefasst.

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