Rückenwind für Inklusion an Berufsschule

 

Am 29. Juni war auch am Beruflichen Schulzentrum für Bau- und Oberflächentechnik des Landkreises Zwickau ein ganz besonderer Tag. Für die Klasse, welche das sogenannte BVJ (berufsvorbereitendes Jahr) absolvierte, gab es die Abschlusszeugnisse. Die anwesenden Jungen und Mädchen holten zumeist erfolgreich in diesem Jahr hier ihren Hauptschaulabschluss nach und starten nun in verschiedene Richtungen eine Berufsausbildung. Aber was hat das mit der Stadtmission zu tun? Die Verbindung zur Berufsschule besteht darin, dass wir an dieser Schule die Inklusionsassistentin Frau Hitz im Einsatz haben. Sie unterstützt Schüler mit Förderbedarf und hilft auch den Lehrern inklusive Angebote an der Schule umzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium nutzte Sie das BVJ und initiierte einen Kreativwettbewerb zum Thema Inklusion. Entstanden sind 5 verschiedene dreiteilige Stellwände, mit spannenden Grafiken zum Thema Migration, Ausgrenzung, Heimat und vielem mehr. Eingebettet in die Zeugnisausgabe wurden die zwei Gewinnerteams prämiert – es gab Gutescheine für einen Technikmarkt. Als Gast bei der Veranstaltung konnte man sehen, dass Inklusion für die Schule nicht nur ein Projekt im BVJ ist. Die Klassen bestehen rund jeweils zur Hälfte aus jugendlichen Migranten und Einheimischen. Es war beeindruckend zu sehen, wie respektvoll und freundschaftlich diese Generation miteinander umgeht. Herausragend waren auch die Ansprachen von Migranten-Schülern, die in flüssigem Deutsch, was sie ebenfalls an der Schule im Deutschkurs erworben haben, den Absolventen des neuen Jahrgangs Mut machten, sich anzustrengen, weil es sich lohne.

Was macht ein INKA?

  • Seit 2016/17 INKAS an allgm. bildenden und berufsbildenden Schulen in Sachsen eingesetzt
  • Stärken Kinder und Jugendliche mit Behinderungen bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf
  • Unterstützen diese individuell (gemessen an deren Ressourcen und Stärken) dabei, ihnen
    bestmögliche Bildungsziele zu erreichen
  • Präventive Unterstützung für Schüler, bei denen künftig sonderpäd. Förderbedarf entstehen könnte
  • erkennen von verhaltens- und leistungsbezogenen Besonderheiten, die vom altersgemäßen Entwicklungsstand abweichen … in Zusammenarbeit mit Lehrern Interventionsstrategien erarbeiten und umsetzen
  • Sozial- und Lernkompetenzen erhöhen
  • Unterstützen Lehrer, den mit inklusiver Beschulung verbundenen didaktischen, methodischen, kommunikativen Mehraufwand zu bewältigen
https://www.stadtmission-zwickau.de/rueckblicke_rueckenwind_fuer_inklusion_an_berufsschule_de.html